Was ist ein NFT? Non-Fungible Tokens erklärt
NFTs sind einzigartige digitale Daten, die nicht dupliziert werden können. Im Gegensatz zu herkömmlichen digitalen Dateien sind NFTs nachweislich einmalig.
Die Blockchain-Technologie gewährleistet die Authentizität, das Eigentum und die Sicherheit von NFTs.
NFTs haben vielfältige Anwendungsmöglichkeiten, die über digitale Kunst und Sammlerstücke hinausgehen, darunter Spiele, Musik und Immobilien.
Einführung in NFTs 🎬
Du hast vielleicht schon von NFTs gehört, aber weißt du, was sie sind und wie sie funktionieren?
NFTs oder Non-Fungible Tokens sind einzigartige digitale Assets, die in den letzten Jahren viel Aufmerksamkeit erregt haben.
Stell dir einen NFT wie ein digitales Eigentumszertifikat für ein Kunstwerk, ein Sammlerstück oder sogar ein Musikstück vor. Dank dieser einzigartigen Eigenschaft können NFTs das Eigentum an digitalen Assets auf eine sichere, überprüfbare und fälschungssichere Weise darstellen.
In diesem Artikel wird untersucht, was NFTs sind, wie sie funktionieren und wie sie in der digitalen Welt eingesetzt werden können.
Was bedeutet NFT? 🤔
NFT steht für Non-Fungible Token. Kurz gesagt: nicht fungibel bedeutet, dass der Token nicht wie ein anderes Asset umgetauscht werden kann.
Während ein 20-Dollar-Schein den gleichen Wert hat wie jeder andere 20-Dollar-Schein, haben NFTs spezifische Eigenschaften, die sie einzigartig machen und nachweislich von allen anderen NFTs unterscheiden.
Obwohl diese drei Buchstaben für viele den Begriff des digitalen Eigentums verändert haben, sorgen sie bei anderen weiterhin für Verwirrung.
Was sind NFTs? 🔍
NFTs sind digitale Eigentums- und Echtheitsnachweise auf Basis der Blockchain-Technologie, die mit einem Medienobjekt verknüpft sind. Genauer gesagt enthält jeder NFT eindeutige Metadaten, die ihn mit einer Datei verknüpfen, die an anderer Stelle im Internet zu finden ist, und funktioniert wie ein digitales Eigentumszertifikat.
In dieser Hinsicht ähnelt ein NFT eher dem Besitznachweis und Echtheitszertifikat eines Gemäldes als der bemalten Leinwand selbst.
Einige NFT-Sammlungen sind nun zur Verbesserung der Sicherheit in der Blockchain gespeichert, d. h. sowohl der NFT als auch die zugehörige Mediendatei werden direkt in der Blockchain gespeichert. Dadurch wird sichergestellt, dass der NFT auch dann wertvoll bleibt, wenn die Originaldatei verloren geht oder beschädigt wird.
Im Grunde genommen sind NFTs wie Inhaberschuldverschreibungen: Wer den NFT besitzt, besitzt auch die damit verbundene Datei.
Warum sind NFTs wichtig? ⭐️
NFTs bieten eine Reihe von einzigartigen Vorteilen, die sie für verschiedene Zwecke wertvoll machen. Dazu gehören:
- Eigentumsnachweis: Bietet eine äußerst transparente und fälschungssichere Möglichkeit, zu überprüfen, ob eine bestimmte Blockchain-Adresse diesen Gegenstand besitzt.
- Echtheitszertifikat: Stellt sicher, dass jede Art von Medium (Kunstwerk, Dokument oder andere digitale Datei) bis zu seinem Ursprung zurückverfolgt werden kann (und somit nachweislich seitdem nicht manipuliert wurde).
Durch die Kombination dieser beiden Merkmale bieten NFTs eine leistungsstarke Möglichkeit, Eigentum und Authentizität für digitale Assets festzustellen, was sie für Sammler, Künstler und Unternehmen gleichermaßen wertvoll macht.
NFT-Eigentum verstehen 📚
Das Fotografieren eines Kunstwerks, das in einem Museum hängt, macht den Fotografen nicht zum Eigentümer des Gemäldes. Auch der Besitz einer digitalen Kopie eines Kunstwerks gibt dir nicht das Eigentum an dem Original.
Wir wissen das, weil es einen Konsens zwischen Vermittlern wie Kuratoren, Wissenschaftlern, Sammlern und der Öffentlichkeit darüber gibt, was das Original und was eine Kopie ist und wer der rechtmäßige Eigentümer ist.
Das Gleiche gilt für NFTs. Genau das verleiht einem Original-NFT – und nicht seinen per Rechtsklick gespeicherten Kopien – nachweisbare Seltenheit und Wert. Anstatt sich jedoch auf das Urteil einzelner Personen zu verlassen, um die Echtheit oder den Besitz zu überprüfen, nutzen NFTs die fälschungssichere, transparente und unveränderliche Natur der Blockchain-Technologie.
Die Blockchain bietet eine sichere Möglichkeit, Eigentum zu verifizieren. Das bedeutet, dass es einen unbestreitbaren Beweis dafür gibt, wem ein NFT gehört, was es sehr widerstandsfähig gegen Betrug und Manipulation macht.
Eine kurze Geschichte der NFTs 📖
Obwohl NFTs erst kürzlich an Bedeutung gewonnen haben, gehen sie auf die Anfangsjahre der Kryptowährung zurück.
Das Konzept der NFTs wurde 2012 mit Colored Coins eingeführt. Die auf der Bitcoin-Blockchain gespeicherten Colored Coins boten eine Möglichkeit, den Besitz von realen Assets wie Immobilien oder Aktien darzustellen, indem einzelne Satoshis mit einzigartigen Daten „eingefärbt“ wurden. Jahre später wurde das Werk „Quantum“ des digitalen Künstlers Kevin McCoy – eine hypnotische Schleife eines pulsierenden, mehrfarbigen Achtecks – auf der Namecoin-Blockchain geprägt und gilt allgemein als erster NFT.
Nach der viralen Beliebtheit von Sammlungen wie Rare Pepes auf der Bitcoin-basierten Counterparty-Plattform trieb Ethereum 2018 die Einsatzfähigkeit von NFTs mit CryptoKitties und dem ERC-721-Standard weiter voran. Dies ebnete den Weg für andere Blockchain-Netzwerke mit Smart Contracts wie Solana, Polygon und Tezos, um die Akzeptanz und die Verbreitung von NFTs weiter auszubauen.
NFTs werden in der Regel zur Verfolgung von Eigentum und Echtheit digitaler Kunst und Sammlerstücke verwendet. CryptoPunks, eine der frühesten und einflussreichsten NFT-Sammlungen, leistete Pionierarbeit bei programmatischen NFTs.
Neben der Kunst werden NFTs auch zur Überprüfung sensibler Finanzdokumente und für den exklusiven Zugang zu popkulturellen Erlebnissen verwendet. Die Anwendungsfälle für dezentrales Eigentum werden immer vielfältiger.
Wie funktionieren NFTs? ⚙️
NFTs existieren als permanente digitale Einträge in einer Blockchain, die als dezentrales digitales Hauptbuch dient. Diese Token repräsentieren Eigentum und Authentizität digitaler Assets, ohne dass eine zentrale Aufsicht oder Verifizierung erforderlich ist.
Wenn du das bereits wusstest, solltest du dir vielleicht den Bericht Redefining Digital Scarcity von Kraken durchlesen, der die technischen Unterschiede zwischen NFT Marktplätzen behandelt.
NFTs werden mithilfe spezifischer Token-Standards wie ERC-721 oder ERC-1155 auf Layer-1-Blockchains wie Ethereum und Solana erstellt oder „geprägt“. Diese Standards stellen sicher, dass jeder NFT einzigartig und nachweislich anders als andere Token in der Blockchain ist.
Einen umfassenden Überblick über die Blockchain-Technologie findest du im Leitfaden Was ist die Blockchain-Technologie? im Kraken Learn Center.
Jeder NFT enthält Metadaten, die auf Details über das von ihm repräsentierte Asset verweisen. Diese Metadaten können Informationen wie den Creator, die Eigentumsgeschichte und einen Link zum Speicherort der eigentlichen Datei (z. B. eine .gif- oder .jpeg-Datei) enthalten. Metadaten sind unerlässlich, um die Authentizität des digitalen Assets zu überprüfen und die Eigentumsrechte klar zu definieren.
Während einige NFTs mit Dateien verbunden sind, die an anderer Stelle im Internet gehostet werden, gehen neuere Sammlungen dazu über, vollständig On-Chain zu sein. Dies bedeutet, dass sowohl der NFT als auch die zugehörige Datei dauerhaft in der Blockchain gespeichert sind, was die Sicherheit und Unveränderlichkeit erhöht.
Wie werden NFTs erstellt? ✍️
NFTs basieren auf Smart Contracts. Dabei handelt es sich um programmierte Regeln, die in der Blockchain gespeichert und ausgeführt werden. Diese Smart Contracts verfolgen und verwalten in erster Linie das Eigentum an einem NFT und liefern einen fälschungssicheren Nachweis des Eigentums und der Übertragung.
Letztendlich benötigen Einzelpersonen dank der deterministischen Regeln von Smart Contracts keine fehler- oder betrugsanfälligen zentralen Vermittler mehr.
NFTs werden auf allen Blockchains mithilfe von Smart Contracts geprägt.
Viele Smart-Contract-Vorlagen zum Erstellen von NFTs sind aus verschiedenen Open-Source-Quellen verfügbar, darunter die Blockchain-Plattformen, die NFTs unterstützen, prominente Entwickler im Bereich und NFT-Marktplätze.
Im Folgenden werden die wichtigsten Aspekte der Erstellung von NFTs erläutert:
- Minting: Der Prozess, bei dem NFTs erstellt und in der Blockchain registriert werden. Dazu gehört die Aufzeichnung der kryptografischen Adresse eines NFTs und wichtiger Identifikationsinformationen, die als Metadaten bezeichnet werden, in der Blockchain.
- Metadaten: Während des Minting-Prozesses werden wichtige Informationen über den NFT kodiert, einschließlich der kryptografischen Adresse des Erstellers und identifizierender Details über das digitale Asset. Die identifizierenden Informationen über den NFT umfassen die Details des Creators, eine Beschreibung des digitalen Assets und Links zur Mediendatei, die oft extern gespeichert wird.
- Validatoren: Die Smart Contracts, die NFTs erstellen, erfordern die Zahlung einer Gasgebühr an die Netzwerkteilnehmer. Gasgebühren motivieren Validatoren, ehrlich zu handeln und mit anderen im Netzwerk übereinzustimmen.
Der NFT wird dann erstellt und die dazugehörige digitale Mediendatei wird oft an einem externen Ort hochgeladen.
Ethereum, Solana, Cardano, Flow und Tezos sind nur einige der Blockchain-Plattformen mit Smart Contract-Funktionalität, die die Erstellung und das Trading von NFTs unterstützen.
Für ein noch tieferes Verständnis der verschiedenen Schritte und Faktoren, die bei der Erstellung von NFTs zu berücksichtigen sind, lies unseren Artikel Wie werden NFTs erstellt?.
Wie werden NFTs gesichert und aufbewahrt? 🔐
NFTs nutzen die Blockchain-Technologie, um die Integrität und Sicherheit ihrer Eigentumsnachweise zu gewährleisten. Eine vollständige Aufzeichnung des Transaktionsverlaufs und der Eigentümerfolge eines NFTs wird sicher in der Blockchain gespeichert, wobei jeder teilnehmende Node zur Genauigkeit und zum Schutz vor Manipulationen beiträgt.
Während die Metadaten, der Besitznachweis und der Echtheitsnachweis von NFTs auf der Blockchain gespeichert sind, gilt dies oft nicht für die Medien, die von NFTs repräsentiert werden. Da die Speicherung großer Bilddateien direkt auf einer Blockchain teuer sein kann, entscheiden sich viele dafür, die zu NFTs gehörenden Mediendateien „off-chain“ zu speichern und über einen Link im NFT auf der Blockchain darauf zu verweisen.
Der Smart Contract legt fest, welche öffentliche Wallet-Adresse mit dem NFT verbunden ist. Diese Information ist unabhängig davon, wie eine Person den NFT verwahren möchte. Zentrale Medienspeicherlösungen sind zwar sehr benutzerfreundlich, machen die Medien aber anfälliger für Änderungen oder Löschungen.
Dezentrale Alternativen wie Arweave oder das InterPlanetary File System (IPFS) haben sich als potenzielle Lösungen herauskristallisiert, die viele der Schwachstellen zentraler Speicherdienste beheben.
Um die Mediendatei eines NFTs im Interplanetary File System (IPFS) zu speichern, können Nutzer ihre Datei über Plattformen wie Pinata oder Filecoin hochladen. Der Datei wird ein eindeutiger kryptografischer Hash zugewiesen, der mit den Metadaten des NFTs in der Blockchain verknüpft wird. Dieser dezentralisierte Ansatz gewährleistet, dass die Medien zugänglich und sicher bleiben, und verringert die mit einer zentralen Speicherung verbundenen Risiken der Änderung oder Löschung.
Weitere Informationen findest du in unserem Artikel So sicherst du deine NFTs.
NFT-Transaktionen 🤝
NFTs können direkt zwischen Einzelpersonen gekauft, verkauft und getradet werden, oder aber über einen Marktplatz für NFTs. Viele NFT-Marktplätze bieten neben Festpreisen auch die Möglichkeit, Gebote abzugeben, um eine bessere Preisfindung zu ermöglichen.
Da sich nicht fungible Objekte voneinander unterscheiden – selbst wenn sie scheinbar identisch sind – gelten NFT-Märkte im Allgemeinen als weniger liquide als Märkte für fungible Assets wie Kryptowährungen oder Wertpapiere. Ähnlich wie bei Kunstwerken, die auf dem traditionellen Kunstmarkt verkauft werden, ergibt sich der Wert eines NFTs fast ausschließlich aus dem, was ein anderer Teilnehmer im Sekundärmarkt bereit ist, zu zahlen.
Die Programmierbarkeit von NFTs bietet den Creatorn digitaler Inhalte auch eine innovative Möglichkeit, lebenslanges passives Einkommen aus künftigen Verkäufen ihrer Werke zu erzielen. Die Smart Contracts hinter NFTs können so programmiert werden, dass Gebühren an verschiedene vorgegebene Blockchain-Adressen gezahlt werden. Der ursprüngliche Creator eines NFTs kann sich dafür entscheiden, eine Creator-Vergütung (Creator Earning) einzubauen, also einen Anteil am Verkaufspreis, den der ursprüngliche Creator bei jedem Weiterverkauf des NFTs erhält.
Hinweis: Nicht alle Börsen oder NFT Marktplätze unterstützen die Creator-Vergütung. Daher sollten die Creator die Richtlinien der Plattformen überprüfen, bevor sie ihre NFTs prägen und verkaufen.
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