Was ist Hedging?

By Kraken Learn team
5 min
6. Dez. 2024
Key takeaways
  1. Hedging in crypto is a trading strategy used to mitigate the downside risk of existing portfolio positions.

  2. Hedging predominantly involves the use of derivatives (such as options and futures contracts) to offset potential losses in a specific cryptoasset holding. This is achieved by opening a trade that will perform in the opposite direction of an existing position.

  3. Hedging can help protect against negative price movements in a spot cryptoasset position without having to sell it. 

Hedging ist eine Methode zur Risikominimierung bei Investitionen. Dabei wird eine zusätzliche Position eröffnet, die sich voraussichtlich entgegengesetzt zu einer bestehenden Position entwickeln wird.

Stell dir beispielsweise vor, ein Trader hält bereits Bitcoin (Long-Position), befürchtet aber einen kurzfristigen Kursrückgang. Um sich dagegen abzusichern, kann er derivative Trading-Methoden nutzen. Diese Instrumente bringen ihm Gewinne ein, falls der Bitcoin-Kurs tatsächlich sinkt.

Hedging eignet sich für alle, die die Volatilität des Kryptomarkts mindern und ihre Anlagesicherheit erhöhen wollen.

So sicherst du Kryptowährungen ab

Beim Hedging kommen in der Regel Finanzinstrumente zum Einsatz, die als Derivate bezeichnet werden.

Derivate sind Kontrakte zwischen zwei Parteien, die den Preis eines zugrunde liegenden Assets abbilden. Sie ermöglichen Investoren, sich an der Preisentwicklung eines Assets zu beteiligen, ohne es selbst besitzen zu müssen.

Für Krypto-Investoren kann diese indirekte Beteiligung besonders wertvoll sein, da sie die Notwendigkeit einer sicheren Lösung zur Verwahrung von Kryptowährungen umgeht. Da es sich bei Hedging-Derivaten lediglich um Kontrakte zwischen zwei Parteien handelt, die eine Rendite basierend auf der Preisbewegung eines zugrunde liegenden Assets erzielen, muss keine Partei jemals das eigentliche Asset besitzen. Vom Eröffnen des Trades bis zum endgültigen Ausgleich werden keine tatsächlichen Krypto-Assets gekauft oder verkauft. 

Die beiden häufigsten Derivate zur Absicherung von Krypto-Trading-Positionen sind Futures und Optionen. Beide ermöglichen es Investoren, long zu gehen (auf steigende Preise zu setzen) und Gewinne zu erzielen, wenn der Basiswert im Preis steigt, oder short zu gehen (auf fallende Preise zu setzen) und Gewinne zu erzielen, wenn der Preis sinkt. Im Allgemeinen stellen sie das Recht dar, ein bestimmtes Asset zu einem bestimmten Preis an einem bestimmten zukünftigen Datum zu kaufen oder zu verkaufen.

Beim Trading mit Krypto-Optionskontrakten kann ein Investor entweder Calls kaufen (das zukünftige Recht, ein Asset zu einem bestimmten Preis zu kaufen) oder Puts (das zukünftige Recht, ein Asset zu einem bestimmten Preis zu verkaufen). Dient dies dem Schutz einer bestehenden Investition vor Kursschwankungen nach unten, spricht man von „Hedging“. 

Um einen Optionsschein zu erwerben, muss ein Trader eine Prämie zahlen, um dieses ausübbare Recht zu erhalten. Optionsprämien stellen sicher, dass Optionsverkäufer entschädigt werden, da der Käufer nicht verpflichtet ist, ein bestimmtes Asset zu kaufen oder zu verkaufen, wenn die Option am Ende unrentabel ist, was auch als out of the money (OTM) bezeichnet wird.

Beispiele für Hedging-Strategien

Put-Optionen

Nehmen wir an, ein Investor besitzt eine gewisse Menge Ether (ETH) – die native Kryptowährung von Ethereum.

Obwohl er an die langfristigen Perspektiven des Projekts glaubt, macht er sich Sorgen über kurzfristige Entwicklungsprobleme, die den Preis von ETH negativ beeinflussen könnten. Um seine Investition zu schützen, kann er eine ETH-Put-Option kaufen. Diese Option gibt ihm das Recht, aber nicht die Verpflichtung, ETH zu einem bestimmten Preis (auch bekannt als Ausübungspreis) an einem bestimmten zukünftigen Datum zu verkaufen.

Fällt der Preis von ETH unter den Ausübungspreis, kann der Investor die Option ausüben und ETH zum höheren Ausübungspreis verkaufen, um seine Portfolio-Verluste auszugleichen.

Futures-Kontrakte

Futures-Kontrakte sind Vereinbarungen, ein bestimmtes Asset zu einem bestimmten Preis an einem bestimmten zukünftigen Datum zu kaufen oder zu verkaufen – dem sogenannten Ausgleichsdatum des Kontrakts.

Der Ausgleich erfolgt unabhängig vom Preis des Assets. Das heißt, wenn eine Partei zustimmt, einen Bitcoin für 40.000 US-Dollar zu verkaufen und der Marktpreis von BTC am Tag des Ausgleichs bei 30.000 US-Dollar liegt, ist sie gezwungen, den Verkauf durchzuführen – was zu einem Verlust von 10.000 US-Dollar führt.

Angenommen, ein Bitcoin-Investor befürchtet, dass eine bevorstehende Ankündigung des Vorsitzenden der Federal Reserve die Stimmung am Kryptomarkt negativ beeinflussen könnte.

Um sich gegen die Ungewissheit der Aussage des Vorsitzenden der Fed abzusichern, kann der Investor einen Futures-Kontrakt abschließen und Bitcoin shorten (d. h., er profitiert, wenn der Preis von Bitcoin fällt). Behält der Investor recht und stürzt der Preis von Bitcoin nach der Ankündigung der Fed ab, wird seine Short-Position im Futures-Kontrakt profitabel.

Perpetual Swap Kontrakte oder „Perps“ ähneln in vielerlei Hinsicht Futures. Der Hauptunterschied besteht darin, dass sie im Gegensatz zu einem vorgegebenen zukünftigen Ausgleichsdatum kontinuierlich verlängert werden können. Dies bietet Tradern eine Absicherungsmethode, die kein festgelegtes Datum für ihr Ende hat.

Um sicherzustellen, dass ein Perp-Kontrakt den Preis seines zugrunde liegenden Basiswerts abbildet, wird ein Finanzierungsratenmechanismus eingesetzt, bei dem Long- und Short-Trader sich gegenseitig Gebühren zahlen, je nachdem, ob der Preis des Perp-Kontrakts zu einem bestimmten Zeitpunkt über oder unter dem Spot-Marktpreis liegt.

Nehmen wir zum Beispiel an, dass die Nachfrage nach Long-Bitcoin-Perps im aktuellen Markt größer ist als die Nachfrage nach Short-Bitcoin-Perps. In diesem Fall wird der Kontraktpreis über dem aktuellen Spot-Marktpreis von Bitcoin getradet. Um neue Long-Trader davon abzuhalten, in den Markt einzusteigen und diese Preisdiskrepanz zu vergrößern, müssen Long-Trader im Rahmen des Finanzierungssystems in festen Abständen eine Gebühr an Short-Trader zahlen, die sich nach dem Umfang ihrer offenen Positionen richtet.

In diesem Szenario würden Short-Trader eine beständige prozentuale Rendite aus den Gebühren erhalten, die von Long-Tradern gezahlt werden, bis der Kontraktpreis wieder zum Spot-Marktpreis von Bitcoin zurückkehrt.

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